Viertes Quartal 2018: Ergebnisrückgang aufgrund von Absatzeinbußen und höheren Rohstoffkosten

Hydro verzeichnete im vierten Quartal ein bereinigtes Ergebnis vor Finanzposten und Steuern in Höhe von 534 Millionen NOK. Das ist ein Rückgang gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal, als sich das Ergebnis auf 3.555 Millionen NOK belaufen hatte. Das Ergebnis spiegelt vor allem die Auswirkung der Produktionskürzung bei Alunorte und höhere Rohstoffkosten wider.

6. Februar 2019
Hydro employee
  • Bereinigtes EBIT in Höhe von 534 Millionen NOK
  • Alunorte, Paragominas und Albras produzieren mit 50 % Auslastung
  • Deutlich gestiegene Rohstoffkosten
  • Schwächere Ergebnisse bei der Weiterverarbeitung aufgrund von Margen und Absatz
  • Starkes Ergebnis für Energy dank hoher Preise
  • Verbesserungsprogramm „Better“ durch Lage bei Alunorte beeinflusst, das Ziel für 2018 wurde nicht erreicht, auch das Ziel für 2019 kann nicht erreicht werden
  • Vorgeschlagene Dividende für 2018: 1,25 NOK je Aktie
  • 2019 wird mit einer Unterversorgung des Weltmarktes für Primäraluminium gerechnet, weiterhin makroökonomische Unsicherheit


„Unser Ergebnis spiegelt die schwierige Situation wider, der wir in Brasilien gegenüberstehen, sowie die höheren Rohstoffkosten“, sagt Konzernchef Svein Richard Brandtzæg. Er fügt hinzu, die Tonerderaffinerie Alunorte habe Fortschritte gemacht, um den normalen Betrieb wieder aufnehmen zu können, aber der Zeitpunkt dafür sei weiterhin unsicher.

„Auch wenn 2018 für Hydro ein herausforderndes Jahr war, haben wir trotzdem einige wichtige Schritte gemacht, um unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dazu gehört die Integration von Extruded Solutions, das Erreichen der vollen Produktion in der großtechnischen Versuchsanlage in Karmøy, die Sicherstellung der Stromversorgung in Norwegen und die Verbesserung der Leistung unserer neuen Automobillinie in Deutschland“, sagt Brandtzæg.

„Wir rechnen 2019 mit einer Unterversorgung des Weltmarktes für Primäraluminium, obwohl die zunehmende gesamtwirtschaftliche Unsicherheit zu einem sich abschwächenden Wachstum der Nachfrage führen kann“, sagt er.

Das bereinigte EBIT für das Geschäftsfeld Bauxite & Alumina reduzierte sich im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres deutlich: von 1.872 Millionen NOK 2017 auf 493 Millionen NOK 2018. Das Ergebnis wurde beeinflusst durch die eingeschränkte Produktion bei Alunorte und Paragominas sowie durch höhere Rohstoffkosten. Dies wurde teilweise durch höhere erzielte Verkaufspreise für Aluminiumoxid und positive Währungseffekte ausgeglichen.

Das bereinigte EBIT für das Geschäftsfeld Primary Metal reduzierte sich von 1.377 Millionen NOK im vierten Quartal 2017 auf ein Minus von 677 Millionen NOK im vierten Quartal 2018, vor allem weil die Kosten für Aluminiumoxid und Kohlenstoff höher waren und der Absatz zurückging.

Das bereinigte EBIT für Metal Markets verbesserte sich im vierten Quartal von 185 Millionen NOK 2017 auf 275 Millionen NOK 2018, hauptsächlich aufgrund der besseren Ergebnisse der Umschmelzwerke und positiven Währungs- und Lagerbewertungseffekten. Dies wurde jedoch durch das schwächere Ergebnis der Handelstätigkeit teilweise kompensiert.

Das bereinigte EBIT für das Geschäftsfeld Rolled Products reduzierte sich beträchtlich, von 95 Millionen NOK im vierten Quartal 2017 auf einen Verlust in Höhe von 113 Millionen NOK im vierten Quartal 2018. Die bessere Leistung der Automobillinie 3 und positive Währungseffekte wurden durch niedrigere Absatzzahlen und Margen sowie gestiegene Personalkosten und höhere Kosten für Energie und Instandhaltung mehr als ausgeglichen. Das Ergebnis des Rheinwerks gab nach, da die positive Wirkung des neuen Stromvertrages durch gestiegene Rohstoffkosten und niedrigere Lagerbewertungseffekte mehr als aufgehoben wurde.

Das bereinigte EBIT für das Geschäftsfeld Extruded Solutions sank von 284 Millionen NOK im vierten Quartal 2017 auf 202 Millionen NOK im vierten Quartal 2018. Der positive Effekt höherer Margen wurde durch steigende Produktionskosten in Verbindung mit dem Hochfahren von neuen Produktionslinien in Europa ausgeglichen. Hinzu kamen negative Effekte aufgrund niedrigerer Produktprämien im Mittleren Westen und die Einführung von Handelszöllen in Nordamerika. Zusätzliche Kosten für die Integration und Restrukturierung der zwei kürzlich erworbenen Presswerke in Brasilien wirkten sich ebenfalls negativ auf das Quartalsergebnis aus.

Das bereinigte EBIT für das Geschäftsfeld Energy erhöhte sich von 457 Millionen NOK im vierten Quartal 2017 auf 500 Millionen NOK im vierten Quartal 2018. Der Anstieg ist vor allem auf wesentlich höhere Preise zurückzuführen. Dies wurde teilweise durch die niedrigere Stromerzeugung und die negative Wirkung einer Preisänderung für einen internen Stromvertrag mit dem Rheinwerk in Neuss ausgeglichen.

Das bereinigte EBIT von Hydro für das Gesamtjahr 2018 betrug 9.069 Millionen NOK, während es sich 2017 auf 11.215 Millionen NOK belaufen hatte. Das schwächere Ergebnis spiegelt die negative Auswirkung der Produktionskürzung bei Alunorte und gestiegene Rohstoffkosten wider. Dies wurde teilweise durch höhere "All-in"-Metallpreise und Verkaufspreise für Aluminiumoxid sowie durch den positiven Beitrag der Vollkonsolidierung von Extruded Solutions ausgeglichen. Das Ergebnis für 2018 wurde positiv beeinflusst durch starke Ergebnisse im Geschäftsfeld Energy und gestiegene Margen und Volumen im Weiterverarbeitungsbereich.

Das Ziel des Verbesserungsprogramms „Better“ von 500 Millionen NOK im Jahr 2018 wurde nicht erreicht, ausschlaggebend dafür war die Situation in Brasilien. Und aus dem gleichen Grund wird Hydro auch das für 2019 angestrebte Verbesserungsziel nicht erreichen.

Die Nettoverschuldung von Hydro stieg von 6,5 Milliarden NOK auf 8,7 Milliarden NOK am Ende des vierten Quartals. Der Netto-Cashflow aus dem operativen Geschäft betrug 0,9 Milliarden NOK. Der Netto-Cashflow für Investitionstätigkeit, ohne kurzfristige Anlagen, belief sich auf 2,6 Milliarden Kronen.

Der Verwaltungsrat von Hydro schlägt für 2018 eine Dividende von 1,25 NOK je Aktie vor, was die robuste finanzielle Position von Hydro widerspiegelt, aber auch ein herausforderndes Jahr für das Unternehmen und die Volatilität der Aluminiumindustrie berücksichtigt. Die vorgeschlagene Zahlung entspricht einer Ausschüttungsquote von 58 Prozent des Jahresüberschusses und reflektiert das langfristige Ziel des Unternehmens, seinen Aktionären eine wettbewerbsfähige Dividende auszuzahlen. Die Dividendenpolitik von Hydro sieht eine Ausschüttungsquote von 40 Prozent des Jahresüberschusses vor, wobei 1,25 NOK je Aktie als Mindestniveau angesehen werden.

Das berichtete EBIT von Hydro belief sich im vierten Quartal 2018 auf 335 Millionen NOK, während es sich im vierten Quartal 2017 auf 4.511 Millionen NOK belaufen hatte.

Für das Gesamtjahr 2018 reduzierte sich das berichtete EBIT von Hydro auf 8.679 Millionen NOK, 2017 waren es 12.189 Millionen NOK gewesen.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Faktoren enthalten das berichtete Ergebnis vor Finanzposten und Steuern (EBIT) und das Ergebnis nach Steuern Effekte, die in dem beigefügten Quartalsbericht dargestellt sind. Posten, die nicht im bereinigten EBIT und im bereinigten Gewinn (Verlust) nach Steuern enthalten sind, werden im Abschnitt "Alternative Leistungskennzahlen" (APM) des englischen Quartalsberichts definiert und beschrieben.


Aktualisiert am: 7. Februar 2019