Gedaschko weiht Recyclingofen bei Hydro ein

Sein neun Meter breiter Schlund schluckt bis zu 50.000 Tonnen Aluminiumschrott zum Recycling und schmilzt es für die nächste Nutzung. Der neue Riesenofen im Werk Hamburg des Aluminiumkonzerns Hydro spart damit mehr als 400.000 Tonnen CO2 Jahr um Jahr. Gestern weihte Senator Axel Gedaschko die 12-Millionen-Euro-Investition in Finkenwerder ein.

26. November 2008

Der Präses der Behörde für Wirtschaft und Arbeit sah dabei auch eine spezielle Würdigung in Aluminium: eine Platte mit den Unterschriften aller mehr als 640 Hamburger Mitarbeiter. Sie hatten zur Standortsicherung unter anderem zeitweilig auf Lohnzuwächse verzichtet. Dafür genehmigte die Konzernleitung aus Norwegen die weitere Investition, nachdem zuvor rund 70 Millionen Euro in das Werk gesteckt worden waren.

25 neue Stellen

Positiv in der akuten Wirtschaftskrise: Die Aluminiumwerker erhielten zugleich eine Garantie für alle Jobs bis Ende 2009, einschließlich der 25 neu geschaffenen Stellen.

Aluminium, das enorm vielseitig nützt, ob in Verkehrsmitteln, Bauten, technischen Geräten oder Verpackungen, lässt sich immer wieder recyceln. Dies spart im Vergleich zur Erzeugung neuen Metalls jedes Mal rund 95% Energie. „So helfen wir dem Klima und sichern unser Werk im Wettbewerb“, sagt Hydro-Deutschland-Geschäftsführer Oliver Bell.

Der Ofen, einer der neuesten und größten seiner Art, schwelt vom Schrott erst alle Lacke, Verbundstoffe oder andere Anhaftungen ab. Dann nutzt er die entstehende Wärme und Gase direkt im weiteren Schmelzprozess. So benötigt das Verfahren auch weniger Energie als andere Schmelzöfen.

Robust im Wettbewerb

Werkleiter Axel Brand erläuterte Axel Gedaschko anhand von Schrotten, Walzbarren und Aluminiumbändern, wie Hydro in Finkenwerder den Nutzungskreislauf für das Leichtmetall vollendet.

Das Jahr 2009 werde allerdings hart, so Brand: „Bis Ende Oktober liefen wir auf vollen Touren, seither drückt der Nachfrageeinbruch unsere Produktion. Wir werden weniger zu tun haben, also vermutlich im ersten Quartal kürzer arbeiten. Abgesehen von der kurzfristigen Krise aber steht unser Werk Hamburg robust im Wettbewerb.“


Aktualisiert am: 11. Oktober 2016